Ein Zimmer mit vielen Talenten: das Schlafzimmer
10. January 2011
Zu Unrecht oft ein wenig vernachlässigt, ist das Schlafzimmer für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden doch von ganz entscheidender Bedeutung: Immerhin verbringen wir ein Drittel unserer Zeit dort. Obwohl dieser Raum eher wenig Beachtung findet, lohnt es sich, ihn einmal etwas genauer anzuschauen. Wer in Erwägung zieht, sich eine Eigentumswohnung anzuschaffen, sollte bei der Besichtigung der Immobilie ebenfalls genau untersuchen, wie das Schlafzimmer angeordnet ist, nach welcher Himmelsrichtung ausgerichtet und an welcher Seite der Wohnung situiert. Bei der Gestaltung des Raumes lohnt es sich, etwas Zeit, Geld und ein wenig Phantasie zu investieren: Idealerweise sollen wir uns dort abends entspannen, nachts gut schlafen und morgens munter aufwachen. Nur im optimalen Schlafzimmer wird der Schlaf zum erholsamen Energiespender und macht uns fit für den Tag.
Die Luft
Frische Luft fördert einen gesunden und erholsamen Schlaf. Bei offenem Fenster zu schlafen ist sicher das gesündeste, aber nicht jedermanns Sache. In jedem Fall sollte das Zimmer vor dem Zubettgehen zehn Minuten lang gelüftet werden. Auch Pflanzen können zu einem guten Raumklima beitragen, allerdings sollte man sich hier von Experten beraten lassen, denn nicht alle Arten sind dafür geeignet.
Die Wärme
Die richtige Raumtemperatur ist ein weiterer, wichtiger Wohlfühlfaktor. Für die meisten Leute liegt sie bei 18 Grad. Die individuelle Bettausstattung kann einen Ausgleich bei Paaren schaffen, bei denen es der eine wärmer, der andere eher kälter mag. Daunen, Federn, Wolle oder Seide, Baumwolle, Pflanzen- oder Chemiefasern, Bettdecken, die besonders für Allergiker geeignet sind - die Auswahl ist riesig, so dass jeder sein persönliches Lieblingsbett finden kann. Besonders edel sind Decken aus Kamelhaar oder Kaschmir: sie kühlen im Sommer und wärmen im Winter, sind leicht und anschmiegsam.
Das Klima
Die Feuchtigkeit, die wir nachts abgeben, saugen die Kissen, Decken und Matratzen auf und leiten sie nach außen. So bleibt das Bett gleichmäßig trocken und warm. Daher sollten alle Teile der Bettwaren ab und zu gereinigt oder gewaschen werden, damit sie diese wichtige Aufgabe viele Jahre gut erfüllen können. Manche Materialien kann man selbst in der Maschine waschen, andere muss man in die Bettenreinigung geben.
Die Matratze
Auch bei den Matratzen gibt es ein Riesen-Angebot der unterschiedlichsten Materialien und Zusammensetzungen. Eine gute Matratze muss den Körper abstützen, sich anschmiegen, sie muss luftdurchlässig, atmungsaktiv und schadstofffrei sein. Wieder entscheiden die persönlichen Bedürfnisse ob man auf Federkern, Rosshaar, Schaumstoff oder Latex zurückgreift; für das „Probeliegen“ sollte man sich genügend Zeit lassen, bzw. den Service vieler Bettenläden nutzen, die Matratze samt Rost einige Nächte zuhause auszuprobieren. Nur so kann man feststellen, ob die neue Matratze einem „liegt“. Eine gute Matratze kann etwa 10 Jahre benutzt werden. Danach sollte man sich eine neue anschaffen.
Und noch ein Wort zum Lattenrost: Die beste Matratze nützt wenig, wenn sie auf einem schlechten Rost liegt. Dieser sollte flexibel sein und punktgenau sowohl Unterstützung wie auch Nachgiebigkeit bieten. Nur so kann sich der Körper und vor allem die Wirbelsäule über Nacht erholen und entspannen.
Die Ruhe
Aus dem Schlafzimmer entfernen sollte man nach Möglichkeit alle elektrischen Geräte. Eine andere Möglichkeit, elektrische Felder auszuschalten, die die Geräte auch nach dem Ausmachen oder im „Stand-by“ Modus verbreiten, ist ein sogenannter Netzabkoppler, der den Strom aus dem Zimmer verbannt, wenn das Licht ausgeht. Und auch das Handy sollte besser ein paar Meter vom Bett entfernt platziert werden, genauso wie der Radiowecker.


